Konzept und Zweck des Vereins

- Konzept -
Erschreckend, wie viele Kinder in der reichen Stadt München an der Armutsgrenze leben.

Es geht um notwendige Dinge für Kinder und Jugendliche, die für eine normale Entwicklung zweckmäßig und vorteilhaft sind.

Finanziert werden:
die Schulmahlzeit, Brotzeit, das Schulfrühstück,
Hausaufgabenbetreuung,
Unterricht und Bildung in Sport, Musik und Kunst,
Zoobesuche,
Besuche von Ausstellungen und Museen,
Schulausflüge,
Besuche des Opernhauses und Theater,
Ferienaufenthalte,
Inclusionsprojekte,
Gewaltprävention
etc.

Wir arbeiten mit Schulen, Kindergärten, Fördervereinen und dem Stadtjugendamt zusammen.
Ansprechpartner sind die Leiter der Einrichtung oder die Sozialarbeiter.

Bedürftige Kinder erhalten so die Chance für eine normale
geistige und körperliche Entwicklung und sind
anderen Kindern gleichgestellt.

Die Kindertafel hat keinen Kontakt zu Eltern oder Kindern
und beugt so einer Stigmatisierung vor.

Ein relativ einfaches Konzept, das aber schnell und unbürokratisch hilft!

Im Dezember des Rechnungsjahres läßt sich der Verwaltungsaufwand für den Verein erkennen. Bisher konnten diese Kosten alljährlich durch Mitglieder zweckgebunden gem. § 3 Nr. 2 der Satzung auf das Spendenkonto eingezahlt werden. Somit neutralisiert sich der Aufwand und Spenden können zu 100% dem Zweck zugeführt werden.
An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an unsere Mitglieder!
 

- Zweck und Hintergrund -
In unserer Gesellschaft bildet die Gruppe der Kinder das schwächste Glied. Ein Kind ist abhängig von Eltern bzw. einem Elternteil, Lehrern, Erziehern und sonstigen Kontaktpersonen. Kein Kind kann sich seine Eltern aussuchen, es wird in eine heile oder nicht heile Welt hineingeboren. Aber jedes Kind sehnt sich nach Geborgenheit und Schutz durch Erwachsene. Dieses Gefühl hat nicht selten mit Hunger oder dem " Satt sein" zu tun. Das natürliche Verlangen nach Nahrung stellt also ein Verlangen dar, das täglich gestillt sein will. A. H. Maslow definiert in seiner Bedürfnispyramide die physiologischen Bedürfnisse wie Hunger als primär und elementar.

Die Kindheit stellt den ersten Abschnitt der sozialen Entwicklung eines Menschen dar. Wir wissen, dass es sehr viele Kinder gibt, die ihren Hunger nicht stillen können. Dass es diesen Missstand auch in Deutschland gibt, wird dagegen nur wenig wahrgenommen. Wenn z.B. in einem Kindergarten an eine Gruppe Kinder warmes Essen ausgeteilt wird und zwei Kinder lediglich eine Scheibe Toast erhalten, nur weil die Eltern das Essensgeld nicht zahlen können, ist das ein Zustand, der so nicht hingenommen werden darf.

Die Entwicklung zur Armut wird meist als persönliches Schicksal oder als Folge allgemeiner Zeitereignisse anerkannt und gesehen. Soziale Anerkennung beginnt bereits im Kindergarten und entwickelt das Selbstwertgefühl. Hunger stigmatisiert ein Kind und schnell gehört es einer bestimmten sozialen Schicht an.

Weiter verstärkt wird das Gefühl von Ungerechtigkeit und Nachteil durch Mitschüler, Klassenkameraden und Freunde, die sich Kinobesuche, Markenkleider, Geschenke usw. leisten können bzw. von den Eltern damit bedacht werden. Damit verkümmert die Psyche benachteiligter Kinder und ihre Seele wird krank.

Schauen wir genau hin, sozial auffällige Jugendliche haben meistens eine Prägephase hinter sich, in der Hunger, Gewalt und/oder Not in der Familie vorherrschend waren. Wie soll sich aber ein Heranwachsender sozialisieren, wenn die Grundbedürfnisse nicht befriedigt werden konnten? Die Tradierung dieser Armut ist zu unterbrechen.

Wir wollen unseren Beitrag leisten, um bedürfigen Kindern zu helfen!

Die Kindertafel-Glockenbach e.V. finanziert sich über Mitgliedsbeiträge, Spenden und Benefizveranstaltungen. Alle Mitarbeiter arbeiten ehrenamtlich.

Bitte steuern auch Sie dazu bei, dass wir unser Ansinnen weitergeben können.



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